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Nachhaltig von A nach B kommen – so sehen Dienstreisen in Zukunft aus

Die letzten zwei Jahre waren … anders als alles, was wir uns Anfang 2020 für unseren Alltag hätten vorstellen können. Die Covid-19-Pandemie verbannte uns aus unseren Büros, brachte den Geschäftsreiseverkehr zum Erliegen und verfrachtete unser soziales Miteinander zu Zoom & Co. 

Heute sind unsere Büros wieder geöffnet. 🎉 Die meisten von uns haben gelernt, sich nach dem Anmelden zum Zoom-Call zu „ent-stummen“ und auch regelmäßige Dienstreisen gehören fast wieder ganz selbstverständlich zu unserem Alltag dazu. Dennoch: Die letzten zwei Jahre haben uns nachhaltig geprägt und verändert. So richtig zurück zu dem, wie es vorher war, können und wollen viele von uns nicht.

Denn während wir 2020 von unseren Küchentischen aus arbeiteten, sanken gleichzeitig die Gesamtemissionen des Luftverkehrs um etwa 75 Prozent. Bei allem Schlechten, was uns die Pandemie bescherte, stellte sie so zumindest für die Natur eine kurze Verschnaufpause von der anhaltenden Verschmutzung durch uns Menschen dar.

Klar ist, dass der (Geschäfts-)Reiseverkehr heute längst wieder an Fahrt aufgenommen hat: auf persönliche Besprechungen anstelle von Zoom-Chats oder auf internationale Konferenzen anstelle von Webinaren werden wir wohl auch in Zukunft nur ungern verzichten. 

Nach Angaben der Global Business Travel Association (GBTA) werden die weltweiten Ausgaben für Geschäftsreisen bereits in diesem Jahr stark ansteigen. Bis Ende 2024 werden die Ausgaben voraussichtlich bei 1,4 Billionen US-Dollar liegen – also genauso hoch sein wie im Jahr 2019, ein Jahr früher als bisher prognostiziert!

Zurück zu business as usual?

Ein Unternehmen, das sich um ökologische Aufklärung bemüht und Unternehmen dabei hilft, umweltbewusst zu reisen, ist Goodwings, eine Hotelbuchungsseite mit Sitz in Kopenhagen. Goodwings hilft dabei, jede Reise CO₂-frei zu gestalten.

Wir haben uns mit Christian Møller-Holst, dem CEO und Gründer von Goodwings, unterhalten, um mehr darüber zu erfahren, wie genau Net Zero-Reisen funktionieren und wie Unternehmen nachhaltiger von A nach B kommen können.  

Was also steckt hinter Goodwings?

Goodwings funktioniert wie jede andere Hotelbuchungsseite, nutzt jedoch den Umweltschutz als treibende Kraft. 

„Goodwings gibt es, weil wir festgestellt haben, dass die meisten Unternehmen fast ihre gesamten Einnahmen für Werbung ausgeben. Das hat uns auf »business as unusual« gebracht:. Wir setzen unsere Einnahmen ein, um Kohlenstoff aus der Atmosphäre zu entfernen, indem wir den gesamten CO₂-Fußabdruck einer Reise berechnen. Nach der Berechnung investieren wir genau diesen Betrag in geprüfte Aufforstungsprojekte. So wird das Reisen zumindest im Nachhinein komplett kohlenstofffrei.“

Was bedeutet es, nachhaltig zu reisen?

In den letzten Jahren sehen die Berichte über den weltweiten Klimawandel immer besorgniserregender aus. Unser Handeln ist dringlich erforderlich. Aber wie an eine so große Aufgabe herangehen? Können Reisen überhaupt nachhaltig sein?

„Wirklich nachhaltig zu reisen bedeutet, dass man keinen Kohlenstoff ausstößt, also nicht den Planeten zerstört, während man reist“, sagt Christian. „Das Problem dabei ist, dass sich diese Mentalität in den nächsten 20 Jahren nicht durchsetzen wird. Das liegt daran, dass wir noch nicht über ausgereifte Technologien verfügen, wie z. B. nachhaltiges Flugbenzin, welches aktuell noch sehr kostspielig ist. Realistisch betrachtet werden wir auch in den nächsten 20 Jahren durch unsere Reisen Kohlenstoff emittieren.“

„Der Planet kann allerdings nicht noch mal 20 Jahre warten. Wer also schon heute nachhaltig reisen will, muss seine Emissionen ausgleichen. Das kann mit direkter Luftabscheidung geschehen, wie wir es in Island gesehen haben. Aber auch das ist sehr kostspielig. Wir sollten in überprüfte, naturbasierte Projekte zum Kohlenstoffabbau investieren, indem wir unsere Emissionen berechnen und dann die gleiche Menge, die wir emittiert haben, mit Bäumen wiedergutmachen“, fügt Christian hinzu. 

Mit dem Wiederaufleben des Geschäftsreiseverkehrs beobachten wir, dass immer mehr Menschen ihre Reisen ausdehnen, anstatt mehrere kürzere Reisen über das Jahr verteilt zu unternehmen. Außerdem entscheiden sich mehr Menschen dafür, ihre Dienstreisen mit einer Freizeitreise zu verbinden. Das ist nicht nur finanziell vorteilhaft, sondern schont auch die Umwelt, da im Laufe des Jahres so weniger Reisen unternommen werden.

Europäische Rechtsvorschriften veranlassen Unternehmen zum Umdenken im Reiseverkehr

Nachhaltiges Reisen, sowohl geschäftlich als auch privat, liegt auf den Schultern aller. „Wir stoßen immer mehr CO₂ aus (40 bis 45 Milliarden Tonnen, um genau zu sein), wir fällen Bäume, wir verlieren Artenvielfalt und Insekten – es liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen, Nachhaltigkeit zur Priorität zu machen“, fügt Christian hinzu. 

Und wir sehen, dass immer mehr europäische Regierungen Maßnahmen ergreifen, indem sie verpflichtende Klimaberichte für Unternehmen einführen. 

Erst letzten Monat hat das Vereinigte Königreich sein Klima-Reporting-System für Partnerschaften mit beschränkter Haftung (LLPs) und große Unternehmen eingeführt. Diese neue Regelung bedeutet, dass klimabezogene Finanzinformationen offengelegt werden müssen – und es wird davon ausgegangen, dass diese neuen Berichterstattungsregeln bald auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gelten werden. Unternehmen, die die Vorschriften nicht einhalten, müssen mit einer Geldstrafe von mindestens 2.500,00 bis zu 50.000,00 britischen Pfund rechnen.

Und nicht nur das Vereinigte Königreich führt diese Art von Klimavorschriften ein, auch Länder wie Italien und Schweden verlangen von Unternehmen (mit mehr als 200 Beschäftigten), ihre Treibhausgasemissionen offenzulegen. Zeitgleich wird der Ruf nach internationalen Regelungen immer lauter.

„Gesetze für alle werden kommen, und sie werden schnell kommen. Die Unternehmen sollten sich also besser vorbereiten und lernen, wie sie ihre Emissionen berechnen können“, sagt Christian. 

Wie sehen nachhaltige Dienstreisen in Zukunft aus?

Letztlich hängt die Zukunft des Geschäftsreiseverkehrs von der Realität der Vorschriften und der Anforderungen an die Treibhausgasberichterstattung ab. Wir werden weiterhin reisen, aber die Art und Weise wie wir das tun muss neu konzipiert werden. 

„Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir in 30 Jahren die globale Luftfahrt wirklich nachhaltig gestaltet haben werden“, sagt Christian. „Das bedeutet, dass man kurze bis mittellange Strecken ohne Kohlendioxidausstoß fliegen kann, dass wir wahrscheinlich Hybridflugzeuge haben werden, die mit Strom und Wasserstoff betrieben werden, und dass man in Hotels übernachten kann, die zu 100 Prozent Net Zero sind. Im Grunde sehe ich uns im Einklang mit der Natur wirtschaften.“

Die Zeit für positive Klimamaßnahmen ist jetzt. Und auch wir wollen einen Beitrag leisten: Bis 31. August erhalten alle Pleo-Kund:innen 50 Prozent Rabatt auf alle kostenpflichtigen Goodwings-Tarife für das erste Jahr.

Illustration eines Flugzeuges

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