Was kostet ein Server?

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Was kostet ein Server? | Pleo Blog
16:44
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Ein Server ist eine wichtige Investition für jedes Unternehmen, doch die Kosten können schnell ansteigen, besonders bei einer eigenen Server-Lösung. Die Frage „Was kostet ein Server?“ hängt von vielen Faktoren ab – wie der Art des Servers, den Anforderungen des Unternehmens und den gewünschten Funktionen.

In diesem Artikel erhalten Sie eine umfassende Übersicht darüber, welche Kosten bei der Nutzung eines Servers anfallen und wie Sie eine Lösung finden, die Ihren Bedürfnissen und Ihrem Budget entspricht.

Das Wichtigste auf einen Blick: 

  • Die Kosten eines Servers variieren je nach Server-Typ stark. Außerdem müssen Sie bei der Auswahl zahlreiche Kostenfaktoren berücksichtigen.  
  • Besonders kostspielig ist der Kauf von Dedicated Servern; Cloud-Server und Shared-Hosting sind deutlich günstiger und werden monatlich abgerechnet. 
  • Berechnen Sie die Kosten eines Servers mittels des Total Cost of Ownership (TCO), um eine verlässliche Kostenkalkulation zu erhalten. 
  • Analysieren Sie Ihren Bedarf, vergleichen Sie Anbieter sorgfältig und setzen Sie auf skalierbare, bedarfsorientierte Lösungen, um Server-Kosten zu sparen.  

Was sind Serverkosten und wie hoch sind sie?

Serverkosten hängen von einer Vielzahl von Faktoren ab, die je nach Servertyp, Hosting-Anbieter und individuellen Unternehmensbedürfnissen variieren können. Ob es sich um einen eigenen Server im Unternehmen handelt oder um einen gemieteten Server bei einem Webhosting-Provider, die Kosten können erheblich schwanken.

Nachfolgend werden Sie näher in dieses Thema eintauchen und herausfinden, wie Sie die Frage „Was kostet ein Server?“ beantworten können und welche Faktoren darauf einwirken.

Welche Server-Typen gibt es?

Zunächst ist es wichtig zu verstehen, dass es verschiedene Servertypen gibt, die unterschiedliche Anforderungen und Preise mit sich bringen.

Mögliche Servertypen für Ihr Unternehmen können sein:

  • Dedicated Server
  • Virtual Private Server (VPS)
  • Cloud Server
  • Shared Hosting

Die Wahl des richtigen Servers hängt von der geplanten Serverumgebung, den benötigten Ressourcen und der Datenverarbeitung ab. Unternehmen sollten die Leistungen und die Anforderungen an die Datenverarbeitung und den Webserver genau evaluieren, um die bestmögliche Auswahl zu treffen.

Ein eigener Server bedeutet Kontrolle, aber auch höhere Kosten.

Ein wichtiger Kostenfaktor sind die Anschaffungskosten für die Hardware und die laufenden Betriebskosten wie Wartung, Strom und Support.

Ein Dedicated Server benötigt spezialisierte Hardware und oft auch einen eigenen Rechenzentrum-Platz, während ein Cloud Server und ein VPS flexibel und skalierbar sind und nur die tatsächlich genutzten Ressourcen berechnen. Managed Server bieten einen umfassenden Service, der oft auch den Root-Zugriff und regelmäßige Updates umfasst, was besonders für Unternehmen interessant ist, die keine eigene IT-Abteilung haben.

Die wichtigsten Kostenfaktoren für Server

Um eine passende Server-Lösung für Ihr Unternehmen zu finden, ist es hilfreich, die verschiedenen Kostenarten und -faktoren zu kennen. In diesem Abschnitt finden Sie einen Überblick über alle wichtigen Kostenpunkte – von der Hardware und Installation über Lizenzgebühren und Personalkosten bis hin zu Energieverbrauch und Netzwerkbandbreite.

Hardware- und Installationskosten

Die Anschaffung eines eigenen Servers bedeutet eine erhebliche Investition in Hardware, vor allem bei einem Dedicated Server.

Die benötigte Hardware umfasst:

  • Prozessoren
  • Arbeitsspeicher
  • Festplatten
  • spezielle Kühlgeräte für die Serverumgebung

Die Kosten variieren je nach Leistungsanforderungen und können schnell einige tausend Euro betragen.

Eine Alternative ist das Mieten eines Servers bei einem Webhosting Provider. Hier entfallen die Anschaffungskosten, da die Hardware bereits vorhanden ist. Unternehmen können sich für Server mieten, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind, sei es ein Root-Server für maximale Kontrolle oder ein Managed Server für bequemen Zugriff ohne administrativen Aufwand. 

Anbieter wie IONOS, STRATO oder Hostinger bieten Marken-Hardware zur Miete an, die oft monatlich abgerechnet werden – so kann ein Server schon für wenige Euro im Monat verfügbar sein.

Lizenz- und Softwarekosten

Neben der Hardware fallen auch Lizenzkosten für Betriebssysteme und Anwendungen an. Windows Server-Lizenzen sind in der Regel teurer als Linux-Alternativen. Zudem müssen unter Umständen spezielle Softwarepakete für Datenverarbeitung und Webprojekte lizenziert werden. Einige Cloud-Lösungen bieten integrierte Software-Optionen an, was die Kosten senken kann, da nur die tatsächlich genutzten Ressourcen berechnet werden.

Personalkosten

Ein weiterer wichtiger Kostenfaktor sind die Personalkosten für die Administration und Wartung des Servers. Bei einem eigenen Root Server oder Dedicated Server benötigt das Unternehmen spezialisierte IT-Mitarbeiter:innen für den laufenden Betrieb und die Wartung ihrer IT-Infrastruktur. Diese Personalkosten können besonders in kleineren Unternehmen oder KMUs eine erhebliche Belastung darstellen. Managed Server hingegen bieten eine Lösung, bei der der Webhosting Provider die Administration übernimmt, was die Personalkosten senkt.

Energie- und Betriebskosten

Ein Server verbraucht viel Strom, vor allem, wenn er rund um die Uhr in Betrieb ist. Die Energiekosten können bei einem eigenen Server schnell ins Gewicht fallen, vor allem wenn zusätzliche Kühlung notwendig ist. Diese Kosten entfallen oft bei Cloud- und Shared Hosting-Lösungen, da die Anbieter die Energie in ihren Rechenzentren effizient nutzen und die Kosten auf mehrere Kund:innen verteilen.

Netzwerkbandbreite und Datenübertragungskosten

Die benötigte Netzwerkbandbreite ist ein weiterer Kostenfaktor. Je nach Datenvolumen und Anzahl der Zugriffe auf die Website kann der Bedarf an Bandbreite schwanken. Cloud Server und VPS bieten oft flexible Optionen, bei denen nur die genutzte Bandbreite berechnet wird, was für Unternehmen mit wechselndem Datenaufkommen von Vorteil ist.

Server-Typen und ihre spezifischen Kosten

Nachdem wir die wichtigsten Kostenfaktoren für Server kennengelernt haben, machen wir uns ein Bild davon, wie hoch die Kosten für die jeweiligen Servertypen ausfallen können und für welche Unternehmen sie infragekommen. Dies sind Servertypen und ihre spezifischen Kosten: 

Dedicated Server

Ein Dedicated Server ist ein physischer Server, der exklusiv für ein Unternehmen bereitgestellt wird. Die Kosten für einen Dedicated Server sind höher, da das Unternehmen die volle Kontrolle hat und die gesamte Hardware und das Betriebssystem exklusiv nutzen kann. Dieser Servertyp eignet sich für große Unternehmen mit hohen Datenverarbeitungsanforderungen und spezifischen Datenschutzvorgaben.

Virtual Private Server (VPS)

Ein VPS, eine Art Virtual Server, teilt die Ressourcen eines physischen Servers auf mehrere virtuelle Maschinen auf, was ihn kostengünstiger macht. Ein V-Server ist ideal für Unternehmen, die Flexibilität und Kontrolle zu einem erschwinglichen Preis benötigen. Die Kosten sind geringer als bei einem Dedicated Server, und dennoch bietet ein VPS eine solide Performance für viele Webprojekte.

Cloud Server

Cloud-Server bieten eine flexible und skalierbare Lösung, bei der Unternehmen nur für die tatsächlich genutzten Ressourcen zahlen. Cloud-Lösungen sind besonders attraktiv für Unternehmen, die wechselnde Anforderungen haben, wie z. B. saisonal hohe Besucherzahlen auf einer Website oder intensive Datenverarbeitung. Die Kosten sind in der Regel nutzungsabhängig und daher gut kontrollierbar.

Shared Hosting

Shared Hosting ist die günstigste Option, da die Serverressourcen auf mehrere Kund:innen verteilt werden. Allerdings sind die Leistungen und der Root-Zugriff begrenzt. Shared Hosting eignet sich besonders für Einsteiger und kleine Unternehmen, deren Webprojekte noch einen geringen Ressourcenbedarf haben. 

Was ist besser: Server kaufen oder mieten?

Aber wieviel kostet ein Server nun eigentlich? Neben der Wahl des Servertyps spielt bei der Kostenkalkulation vor allem die Entscheidung zwischen dem Kauf oder der Miete eine Rolle. Beide Optionen haben Vor- und Nachteile, die je nach Betriebsmodell und den spezifischen Anforderungen variieren.

  • Einen Server kaufen: Die Anschaffung eines eigenen Root Servers oder Dedicated Servers bietet maximale Kontrolle und Anpassungsmöglichkeiten. Allerdings sind die Anschaffungskosten hoch, und auch die laufenden Wartungs- und Personalkosten müssen berücksichtigt werden. Ein eigener Server lohnt sich vor allem für Unternehmen, die umfangreiche Datenverarbeitung durchführen oder hohe Anforderungen an die Datensicherheit haben.
  • Einen Server mieten: Das Mieten eines Servers ist flexibler und bietet eine kosteneffiziente Lösung, da Unternehmen nur die benötigten Ressourcen bezahlen und keine hohen Anfangskosten anfallen. Dies ist besonders bei Cloud-Lösungen und Shared Hosting beliebt, da die Kosten pro Monat berechnet werden. Managed Server bieten hier zusätzlichen Service, bei dem der Cloud-Anbieter auch die Administration übernimmt, was für Unternehmen ohne eigene IT-Abteilung vorteilhaft ist.

Total Cost of Ownership (TCO)

Der Total Cost of Ownership (TCO) beschreibt die gesamten Kosten, die über die Lebensdauer eines Servers anfallen. Dazu zählen nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch die laufenden Betriebskosten, Wartung und Support.

Ein hoher TCO kann durch die Wahl eines Managed Servers oder einer Cloud Lösung reduziert werden, da diese Anbieter oft effiziente Betriebsmodelle und Ressourcenmanagement bieten. Die TCO-Berechnung hilft Unternehmen, langfristige Investitionen besser zu planen und Entscheidungen zu treffen, die die Effizienz maximieren. Führen Sie deshalb stets eine TCO-Berechnung durch, wenn Sie Servertypen vergleichen.

Die wichtigsten Sicherheitsfaktoren für Server

Während die Server-Kosten zwar eine wichtige Rolle für Unternehmen spielen, sollten Sie bei der Auswahl der passenden Lösungen für den Serverbetrieb nicht allein auf die Kosten schauen. Neben der Server-Kosten sollte Sie bei der Auswahl Ihres Servers auch auf die Sicherheit Ihrer Lösung achten, um die Sicherheit Ihrer Daten zu gewährleisten: 

  • ISO 27001: Bei ISO 27011 handelt es sich um einen internationalen Standard für Informationssicherheits-Managementsysteme. Er ist ein verlässlicher Indikator dafür, dass ein Server Ihre Daten effektiv schützt. 

  • SSL-Verschlüsselung: Um den angemessenen Schutz Ihrer sensiblen Unternehmens- und Kundendaten zu gewährleisten, sollte Ihre Lösung ein SSL-Zertifikat nutzen. Das schützt Ihre Daten vor unerlaubten Zugriffen. 

  • DDoS-Schutz: Unter Distributed-Denial-of-Service-Schutz versteht man einen Mechanismus, der vor unbefugten Zugriffen Dritter schützt. Er filtert Ihren Datenverkehr ständig und schützt Ihren Server damit effektiv vor Phishing-Attacken. 
  • Backup-Lösungen: Neben der Sicherung Ihrer Daten vor externem Zugriff, schützen regelmäßige Backups Ihre Daten vor unerwartetem Verlust. Regelmäßige Hardware- oder Cloud-Backups sind ein Muss für jeden Server.  

7 Tipps zur Optimierung Ihrer Serverkosten

Ob Sie nun einen Server mieten oder kaufen möchten, die Wahl der richtigen Serverlösung ist entscheidend, um Ihre Ausgaben im Griff zu behalten. In diesem Beitrag geben wir Ihnen sieben praktische Tipps, wie Sie die Kosten für Ihren Server optimieren können – und dabei die Leistung und Sicherheit nicht aus den Augen verlieren.

1. Nutzen Sie einen Managed Server

Setzen Sie auf einen Managed Server, um Personalkosten zu sparen.

Bei einem Managed Server übernimmt der Webhosting-Provider die Wartung, Updates und Sicherheit des Servers. Das reduziert den Aufwand für Ihr IT-Team und gewährleistet gleichzeitig eine stabile Performance. Besonders für Unternehmen ohne eigene IT-Abteilung bietet sich diese Lösung an, da der Provider die Kontrolle und Wartung des Servers übernimmt.

2. Ziehen Sie Open-Source-Software in Betracht

Linux-basierte Server-Umgebungen sind oft kostengünstiger als Windows Server, da sie keine Lizenzgebühren erfordern. Gerade für kleinere Unternehmen, die eine eigene Serverlösung betreiben, ist dies eine Möglichkeit, die Betriebskosten nachhaltig zu senken.

Mit Open-Source-Software wie Linux können Sie Lizenzkosten reduzieren.

Beachten Sie jedoch, dass für die Nutzung von Linux-Servern spezifische IT-Kenntnisse erforderlich sind, damit die Verwaltung und Wartung reibungslos funktioniert.

3. Wählen Sie energieeffiziente Rechenzentren

Suchen Sie nach Anbietern, die energieeffiziente Rechenzentren betreiben oder auf grüne Energie setzen.

Energieeffiziente Anbieter optimieren ihren Stromverbrauch, was sowohl ökologisch als auch ökonomisch vorteilhaft ist. Dies senkt die monatlichen Kosten und hilft gleichzeitig, den ökologischen Fußabdruck zu minimieren.

4. Mit skalierbaren Cloud-Lösungen flexibler sein

Eine flexible Cloud-Lösung erlaubt es Ihnen, nur die Ressourcen zu nutzen, die Sie tatsächlich benötigen – denn wenn der Bedarf steigt, können Sie unkompliziert mehr Kapazitäten hinzufügen.

Cloud Server bieten oft ein nutzungsbasiertes Abrechnungsmodell, bei dem Sie nur für die tatsächlich genutzten Cloud-Ressourcen zahlen – ideal für Webprojekte und Unternehmen mit wechselndem Bedarf.

5. Analysieren Sie Ihren Ressourcenbedarf genau

Bevor Sie einen Server kaufen oder mieten, analysieren Sie genau, welche Anforderungen Ihr Unternehmen hat – denn überdimensionierte Server kosten oft unnötig Geld.

Ein Root Server oder Dedicated Server ist nur dann sinnvoll, wenn Sie eine hohe Leistung benötigen. Für kleinere Anwendungen oder Websites könnte ein Shared-Hosting-Modell oder ein VPS (Virtual Private Server) bereits ausreichen.

6. Anbieter und Angebote vergleichen

Ein Vergleich der Anbieter und Angebote hilft Ihnen, den besten Preis zu finden. Server-Preise variieren je nach Provider und Leistungsumfang.

Achten Sie auch auf Bewertungen und Kundenmeinungen, um einen Anbieter mit gutem Service und stabiler Leistung zu finden. So finden Sie eine Serverlösung, die Zuverlässigkeit und das beste Preis-Leistungs-Verhältnis vereint.

7. Managed Hosting für zusätzliche Services nutzen

Mit Managed Hosting erhalten Sie oft zusätzliche Services wie Backups, Sicherheitsupdates und Support, ohne dass Sie sich selbst darum kümmern müssen. So bleibt Ihr Server stets auf dem neuesten Stand und Sie sparen an Personalkosten, die bei einem eigenen Server für Wartung und Überwachung anfallen würden.

Fazit

Möchten Sie verstehen, wie viel ein Server kostet, müssen Sie erst einmal verstehen, welche Servertypen und Kostenfaktoren es gibt und ob Sie einen Server kaufen oder mieten wollen. Während große Unternehmen durchaus einen Server-Kauf erwägen können, kommen die meisten Einsteiger und KMUs für die Miete von Cloud-Server- und Shared-Hosting-Lösungen in Frage. 

Prüfen Sie Ihre Optionen sorgfältig, machen Sie sich mit den Lösungen unterschiedlicher Hersteller vertraut und errechnen Sie stets den Total Cost of Ownership (TCO), um eine verlässliche Vorstellung über die Kosten eines Servers zu erhalten.  

FAQs

Wie viel kostet ein Server pro Monat?

Die Kosten eines Servers für eine Firma variieren je nach Servertyp und Kostenfaktoren stark. Während Dedicated Server mehrere tausend Euro pro Monat kosten können, gibt es Cloud Server bereits für wenige Euro pro Monat. 

Wie viel kostet ein privater Server?

Die Einrichtung eines privaten Servers kann sowohl in Form eines Dedicated Servers und eines Virtual Private Servers (VPS) geschehen. Während die Gesamtkosten für einen Dedicated Server mehrere tausend Euro betragen können, sind VPS deutlich günstiger. 

Was kostet ein Server für eine Arztpraxis?

Entscheidet sich eine Arztpraxis für den Kauf eines Servers, fallen bereits mehrere tausend Euro für Kauf und Einrichtung an. Hinzu kommen Kosten für Lizenzen, Betriebssysteme und die Wartung. Die Miete von IT-Infrastruktur kostet deutlich weniger als 1.000 Euro pro Monat. 

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